Eine Brücke in drei Welten (Motion picture)

CineDoc: Spannung zwischen Journalismus und Filmdreh

Karin Ugowski stand sowohl 2013 als auch 2014 bereits für die Dreharbeiten zu der Dokumentation mit dem Arbeitstitel "Auf dem Weg ins Leben" anlässlich ihres bewegten Lebens in drei Welten - geboren in den Zweiten Weltkrieg, aufgewachsen hinter dem eisernen Vorhang und kritisch geblieben in einer vermeintlich freien Welt  - regelmäßig vor der Kamera.

Die Dreharbeiten zu der sehr persönlichen und nahegehenden Produktion unter der Regie des Initiators, ihres Sohnes Sebastian Gilmano Ugovsky-Strassburger, bedürfen einer unglaublichen Sensibilität, Vertrauen, aber auch journalistischen Distanz, um die spannenden und kritischen Fragen zu diesem "Welten"-umspannenden Leben beantwortet zu bekommen. Eine Schauspielerin mit einem nicht nur künstlerisch bewegtem Lebensweg: Über 40 Jahre vor der Kamera und auf der Bühne im politischen Wandel der Zeit und vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Geschichte.

Karin Ugowski
Sebastian Ugovsky-Strassburger

Karin Ugowski stand sowohl 2013 als auch 2014 bereits für die Dreharbeiten zu der Dokumentation mit dem Arbeitstitel "Auf dem Weg ins Leben" anlässlich ihres bewegten Lebens in drei Welten - geboren in den Zweiten Weltkrieg, aufgewachsen hinter dem eisernen Vorhang und kritisch geblieben in einer vermeintlich freien Welt  - regelmäßig vor der Kamera.

Die Dreharbeiten zu der sehr persönlichen und nahegehenden Produktion unter der Regie des Initiators, ihres Sohnes Sebastian Gilmano Ugovsky-Strassburger, bedürfen einer unglaublichen Sensibilität, Vertrauen, aber auch journalistischen Distanz, um die spannenden und kritischen Fragen zu diesem "Welten"-umspannenden Leben beantwortet zu bekommen. Eine Schauspielerin mit einem nicht nur künstlerisch bewegtem Lebensweg: Über 40 Jahre vor der Kamera und auf der Bühne im politischen Wandel der Zeit und vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Geschichte.

Eine Brücke in drei Welten (Motion picture)
Involved
Deutsche Film- und Theaterschauspielerin, Synchron- und Hörspielsprecherin, Filmproduzentin und Kunst- und Kulturförderin

Karin Ugowski

Karin Ugowski ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin, Synchronsprecherin, Sprecherin, Produzentin, Kunst- und Kulturförderin und Kultur-Veranstalterin mit Arbeitsstationen in Deutschland, Großbritanien, Frankreich, Italien, Israel, Ungarn, Polen und den USA. Als eines der ausdrucksstarken Gesichter in ihrer heutigen Altersgruppe hat sie erst jüngst wieder durch ihre Präsenz in der Oscar-nominierten internationalen Kinoproduktion "Foxtrot" auf sich aufmerksam gemacht.

Karin Ugowksi wuchs im zerstörten Deutschland der Nachkriegszeit in Berlin-Johannisthal auf und studierte entgegen dem Wunsch ihrer Eltern von 1962 bis 1965 Schauspiel an der Filmhochschule HFF Konrad Wolf in Potsdam.

Noch vor Beendigung ihres Schauspielstudiums wurde sie für weibliche Hauptrollen in Märchenkinofilmen der DEFA verpflichtet. Diese Filme gelten heute als Rarität deutscher Filmgeschichte und werden jährlich zum Jahresende (zur Weihnachtszeit) im deutschen Fernsehen wiederholt. Es folgten weitere Hauptrollen in Filmen wie z.B. ''Signale - Ein Weltraumabenteuer'', ''Osceola'', ''Das unsichtbare Visier'', und weitere. Anfang der 1970er-Jahre gehörte sie für mehrere Fälle zum TV Ermittlerteam des ''Polizeiruf 110'' und spielte in diversen Folgen der TV-Reihe ''Der Staatsanwalt hat das Wort''.

Zeitgleich stand Karin Ugowski an verschiedenen Theatern Berlins auf der Bühne. Bevor sie ab Mitte der 1960er Jahre an die Theaterbühne Volksbühne Berlin Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz unter der Intendanz von Benno Besson gerufen wurde, der sie bis 2003 unter der Intendanz von Frank Castorf treu geblieben ist, war sie zuvor kurzzeitig auch am Maxim-Gorki-Theater in Berlin engagiert. Zu bekannten Inszerierungen mit Karin Ugowski an der Volksbühne gehörten unter anderem Jean Baptiste Molière ''Der Arzt Wider Willen'' unter der Regie von Benno Besson und Heiner Müller oder beispielsweise ''Ende Gut, Alles Gut'' von William Shakespeare unter der Regie ihres zweiten Lebensgefährten, dem Schauspieler, Oberspielleiter und Regisseur Helmut Straßburger.

Trotz ihrer aktiven Filmarbeit blieb Karin Ugowski bis 2003 fester Teil des Theater-Ensembles der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und stand mit späteren Filmpartnern wie z.B. Armin Mueller-Stahl, Henry Hübchen und Leander Haußmann auf einer Theater-Bühne, welche später unter der Intendanz von Frank Castorf durch politisch - sowie sozial-kritische und moderne, provokante Inszenierungen international auffallen sollte. Sie gehörte zu den aktiven Befürwortern politischer Veränderungen und des Wandels der Volksbühne unter Frank Castorf und Christoph Schlingensief und setzte sich weiter für das Theater ein, während sie parallel in Film und Fernsehen gastierte und das Ensemble der Volksbühne bereits stark wechselte.

Ihre besondere Wandlungsfähigkeit stellte sie vor einigen Jahren erneut in dem Kurzfilm ''Open'' von Charlotte Siebenrock unter Beweis, in dem sie sich innerhalb von drei Minuten von einer alten Tankraststätten-Bedienung in eine jung gebliebene lebensfrohe Frau verwandelte. Der Kurzfilm wurde auf verschiedenen Filmfestivals präsentiert. Von 2005-2009 spielte Karin Ugowski die durchgehende Rolle der Eva Landmann in der Telenovela ''Wege zum Glück''. Jüngst machte die für Kunst und Kultur in Norddeutschland sich stark machende Künstlerin erst wieder durch ihre Mitwirkung als Mutter der Hauptfigur in Samuel Maoz jüngsten Kinofilm "Foxtrot" (Isreal, 2017) von sich reden, welcher als Folgeverfilmung in die Fußstapfen seines preisgekrönten Kriegsdramas "Lebanon" (Kino / 2009) tritt und in Cannes und zur Viennale anlaufen soll.

Insgesamt wirkte die Schauspielerin in über 80 Theaterproduktion und über 150 Film - und Fernsehproduktionen mit. Politisch galt Karin Ugowski zu jeder Zeit als systemkritisch, was sich auch in ihrem Theater-Engagement und diversen Lesungen widerspiegelt. Seit 2006 ist Karin Ugowski aktives Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Einer der kompromisslosesten und vielseitigsten Künstler, bei dem eine Kunst die andere bedingt und nach sich zieht.

Sebastian Ugovsky-Strassburger

... ist ein deutscher Roman- , Drehbuch- , Theater- und Lyrik Autor, Dramatiker, Essayist, Theater- und Film Regisseur, mit internationalen Auszeichnungen premierter Komponist, Musikproduzent, und zu guter Letzt sogar daraus bedingter Kameramann und Dirigent mit namhaften Arbeitsstationen in Paris, London, Neapel, Berlin, New York, Los Angeles und vielen anderen Orten der Welt. Er ist der Sohn der bekannten deutschen Theater- und Filmschauspielerin Karin Ugowski und des kürzlich verstorbenen Theater- und Filmregisseurs Helmut Straßburger (Oberspielleiter an der Berliner Volksbühne) mit deutschen, jüdischen und schlesischen Vorfahren in aller Welt verstreut.

Sein primäres Schaffensgebiet ist schon seit frühester Jugend das Schreiben von philosophischen Texten, Romanen und Theaterstücken. Inszenierte bereits früh eigene Filmwerke und Theaterstücke und berät darüber hinaus heute auch andere Künstler, um unabhängige und relevante Theater- und Filmkunst weltweit zu unterstützen. Sein erstes Theaterstück, welches er im jungen Alter von 15 Jahren schrieb und als er noch nicht einmal 16 Jahre alt war zu seiner Überraschung ins Französische übersetzt und in den Banlieues von Paris als sozialkritische Off-Produktion uraufgeführt wurde, zeigt schon früh die für ihn so typische sozialkritische und philosophische Signatur. Seine Themen bewegen sich meist unterschwellig viel um die Hoffnung auf Frieden, die tragische Ambivalenz unbewusster humaner Widersprüche und menschlicher Moralkompasse und das Leid was Menschen anderen Menschen hinzufügen, aber vor allem um die Akzeptanz der Endlichkeit des Lebens, und um die oft nicht so offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die nicht selten sogar im Namen irgendeiner Gerechtigkeit passieren. Die Matrix in der wir glauben das Meiste richtig zu machen und es dabei nicht hinreichend schaffen zu hinterfragen.

Seine Arbeiten als Theater und Filmregisseur kann einer neuen Generation des unabhängigen Autorenfilms zugeordnet werden, die sich ganz bewusst dem heutigen Trend der Massenproduktion und Mechanismen einer Entertainment-Industrie widersetzt und Theater und Film als eigene Kunstform aufrecht erhält.

Zu guter Letzt (aber eigentlich müsste man sagen "Zu gutem Anfang"): Durch die frühzeitige Feststellung eines "absoluten Gehörs" im Alter von 4 Jahren und einer von ihm erwünschten klassischen Musikausbildung mit diversen Instrumenten, angefangen mit Violine und Klavier, in einem speziellen Hochschulprogramm für junge Hochbegabte, ist er sowohl als klassischer Pianist und Multiinstrumentalist sowie Komponist und Dirigent - mit Studios in vielen Ländern - tätig. Auch in der Jazz/Funk/Soul Szene der Jahrtausendwende machte er sich einen Namen. Seine Arbeit als Komponist und Musikproduzent, von Klassik über Jazz bis zu genreübergreifender Popularmusik, hat nicht nur Einfluss auf seine eigenen Theater- und Filmprojekte genommen. Sein Musiklabel und Recording Studio "REQQORD music" (ehemals "Slo'Jam") verzeichnet weltweite Hits und seine Kompositionen und Produktionen sind mit verschiedenen internationalen Auszeichnungen beehrt und unter anderen in international erfolgreichen und preisgekrönten Hollywood-Filmen zu hören. Seine Orchester und Chorwerke sind oft sehr massive, atmospherische und zuweilen auch experimentelle jedoch mit konservativen Zügen komponierte Erzählungen. Er lässt es sich auch nicht nehmen seine eigenen Orchesterkompositionen für die klassischen Orchesterproben und Studio-Aufnahmen selbst zu dirigieren, wenn es ihm die Zeit erlaubt.

Zitate

"Wir glauben doch selbst nicht daran recht zu haben, wenn wir mal ehrlich sind und in den Spiegel schauen." ("Mirandot" - Theaterstück / Ugovsky-Strassburger)

"Wiedersprüche aushalten und verstehen zu können ohne sie zu ignorieren sowie dem Beobachten und Zuhören eine größere Bedeutung beizumessen als dem Repräsentieren eigener Schlüsse ist die Grundvoraussetzung für das erweiterte Lernen und Verstehen."

"Nichts ist mir mehr zuwider als das akademische Widerkäuen alter Thesen eines gehobenen "Bücher-Regal Bildungsbürgertums", welches nicht in der Lage ist über den eigenen Tellerand zu schauen auf der einen Seite, und provozierendes und sinnloses Aufbegehren des Pöbels gegen alles und jeden ohne sich um die Folgen für Unbeteiligte oder andere zu verletzen Sorge zu tragen nur um Frust loszuwerden, auf der anderen. Mir scheint es heut so als gäbe es nichts mehr dazwischen."

CineDoc: Spannung zwischen Journalismus und Filmdreh