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Abbildung von Director Sebastian Ugovsky-Strassburger on Set Making off
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Vor 20 Jahren lebte der Künstler mit Obdachlosen, um ihre Seelen zu porträtieren

Als Autor philosophischer Essays, gesellschaftskritischer Bühnenstücke und Romane, getrieben von seinen Recherchen und Fragen zu menschlichen Gesellschaften und sozialen Verhältnissen, hat der Dramatiker, Romancier, Theater- und Filmregisseur vor fast 20 Jahren in Berlin-Kreuzberg monatelang mit Obdachlosen gelebt, ihre Schlafplätze und nächtlichen Spaziergänge und Kämpfe geteilt. Um eine Dokumentation über die „versteckten“ Gestalten in den Großstädten dieser Welt anderen Menschen nahezubringen und seine Idee darüber: was wirklich hinter dem (falschen) Bild von ihnen steckt, hinter allen Vorurteilen und abwertenden Verurteilungen gegen sie in einer übersättigten Gesellschaft.

(Foto © 2006 all rights reserved, maursegler film: der Regisseur am Schlesischen Tor, Berlin, Deutschland) 

Ungeachte dessen wie sehr er sich auch bemühte ihnen so weit wie möglich auf Augenhöhe zu begegnen, war ihm allgegenwärtig, dass dies nie ganz der Fall sein konnte. Da er jederzeit die Möglichkeit hatte aus der Situation zu entkommen, nach Hause zu gehen und zu duschen. Dennoch wollte er ihnen so viel Respekt und Aufmerksamkeit wie möglich entgegenbringen, während er die ganze Zeit mit sich rang, ob er dieses Projekt überhaupt weiterführen sollte oder nicht. Denn war es überhaupt möglich sich respektvoll filmisch zu nähern? Ein Konflikt der ihn auffras. Aber es gab so viele Fragen, dass er nicht aufhören konnte.

Ohne zu tief in das Konzept und die Geheimnisse dieses jahrzehntelangen Projekts eintauchen zu wollen, um neugieriges schamloses (und vor allem oft schlechtes und kitschiges) Kopieren der Idee zu verhindern (wie es ihm schon einmal passiert ist) - waren wir, als das Büro, das seine Projekte organisiert und koordiniert, voll und ganz von dem persönlichen Engagement dieses außergewöhnlichen Künstlers und sozial engagierten Denkers auf dieser Reise für die Menschheit überwältigt. Ganz zu schweigen von den selbst aufgebrachten Mitteln, um die Kosten des Projekts ohne jegliche Filmförderungen zu decken. Um den Autor selbst zu zitieren: "Alles womit man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, ist Etwas worauf sich eine Gesellschaft zuvor geeinigt hat gebraucht zu werden. Das schließt aber Alles aus wovon eine Gesellschaft noch nicht weiß gebraucht zu werden..."  (©1999 Zitat: Autor, Theater & Film Regisseur Sebastián Ugovsky-Strsasburger © alle Rechte vorbehalten)

Das Foto zeigt ihn, wie er neben seiner run-and-gun goto Kamera in diesen Tagen (2006) in der Nähe des U-Bahnhofs Berlin-Kreuzberg „Schlesisches Tor“ versucht, eine Zigarette im Wind anzuzünden, um das Straßenleben einer Stadt einzufangen, welche mehr und mehr überhyped und gentrifiziert wird. Und in der diese „versteckten“ Figuren mehr und mehr von reichen Kids verdrängt werden, die das neue Brooklyn Europas als Partymeile und WG-Kult erkunden.

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